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Ihr wollt sicher und günstig zu den diesjährigen Protesten gegen den Naziaufmarsch am 18.2. in Dresden kommen?
Fahrt mit uns im Bus! Die letzte Gelegenheit, Tickets zu ergattern, besteht am Dienstag, dem 14. Februar. Kommt zwischen 19 und 20 Uhr ins SubstAnZ (Frankenstr. 25a, OS) und bringt 20 Euro mit!
In diesem Sinne: Antifa heisst auch Busfahren!
Archiv der Kategorie 'Termine'
“In jeder Epoche muß versucht werden, die Überlieferung von Neuem dem Konformismus abzugewinnen, der im Begriff steht, sie zu überwältigen”
Walter Benjamin – Über den Begriff der Geschichte
Es soll versucht werden zu zeigen, dass die Geschichte über die Partisan_innenbewegungen gegen NS und Faschismus nicht zu Ende geschrieben ist und selbst nach der Niederwerfung ihrer einstigen Gegner_innen noch einiges an Sprengkraft besitzt. Mit Walter Benjamins Worten gibt es die Möglichkeit den unterschiedlichen Situationen der Partisan_innenbewegungen im Kontext des 2. Weltkrieges nach zu gehen. Für sie war der Kampf gegen Faschismus und Nationalsozialismus nicht nur ein Kampf ums Überleben, sondern auch Hoffnung auf eine selbstbestimmte Zukunft.
Heute mehr als 60 Jahre nach der Befreiung der Vernichtungslager und der Zerschlagung des NS-Regimes ist das keine tote Geschichte aus Büchern, sie ist umkämpft. An verschiedenen Stellen gilt es aufzuzeigen, wie Momente der Partisan_innenbewegungen aus der Geschichtsschreibung verbannt und internationalistisch Gesinnte zu Nationalbewegungen gedeutet werden. Die völlig differenzlose Kritik an nicht-staatlicher Gewalt ist eine der wichtigsten Argumentations-Schablonen, welche legitimen Widerstand versucht zu delegitimieren.
Neben dem “Diskurs” über die Partisan_innen beleuchten wir Momente in Polen, Frankreich und Jugoslawien. Von den Linkszionist_innen um Chaika Grossman in Polen geht es zur Brigade Marcel Langer in Frankreich und den Tito-Partisanen_innen in Jugoslawien. Zuletzt verfolgen wir die Geschichte der Wehrmacht, oder genauer den Wehrmachtssoldaten, die desertierten und sich den Partisanen_innen anschlossen und denen, die das nicht taten, wie etwa dem Osnabrücker Ferdinant Osterhaus.
Vortrag im Rahmen des Café Résistance am 06.12.2011 welches ab 19:00 Uhr geöffnet hat
SubstAnZ, Frankenstr. 25a OS // Referent: Ventôse
Heute abend zeigen wir im Café Résistance nach einer kurzen Einleitung den Dokumentarfilm „300 Juden gegen Franco“.
Als 1936 der Spanische Bürgerkrieg begann, verließen mehr als 300 Jüdinnen und Juden das britische Mandatsgebiet Palästina, um in den Internationalen Brigaden gegen den Faschismus zu kämpfen. Viele von ihnen waren jüdische Kommunist_innen und davon überzeugt, dass der Faschismus nicht nur das größte Übel für die Jüd_innen, sondern der Menschheit überhaupt sei.
Diese Freiwilligen aus Palästina mussten sich mit dem Widerstand der zionistischen Gemeinschaft sowie der Kommunistischen Partei auseinander setzen. Denn auch in Palästina wurde beim Aufbau der jungen Siedlungen und Kibbuzim jede Hand gebraucht – im “gelobten Land” für einen jüdischen Staat zu kämpfen, hielten viele für wichtiger, als das Leben in der Fremde aufs Spiel zu setzen. Auch die Familien der Freiwilligen verstanden diesen Einsatz oft nicht. Denn manche der engagierten Kämpfer_innen waren ja gerade erst den Verfolgungen durch die Nationalsozialisten in Deutschland entkommen, so wie der junge Deutsche Kurt Goldstein.
Neben Goldstein kommen in der Dokumentation “300 Juden gegen Franco” weitere der letzten heute noch lebenden Freiwilligen und Familienangehörigen zu Wort, ergänzt von Filmausschnitten, Tagebuchauszügen, Briefen und Dokumenten.
Im Rahmen der „inter-kult Wochen der Kulur“ in Osnabrück zeigen wir einen Dokumentarfilm.
Tod in der Zelle
Der Flüchtling Oury Jalloh verbrennt in einer Polizeizelle, während er gefesselt auf einer feuerfesten Matratze liegt. Er soll sich selbst angesteckt haben, so die offizielle Version von Polizei und Staatsanwaltschaft. Filmaufnahmen und Dokumente vom Tathergang, welches Gegenteiliges beweisen könnten, verschwinden.
Der Film bekam den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis.
Regie: Marcel Kolvenbach und Pagonis Pagonakis (2006)
6. September 2011; Beginn gegen 19 Uhr, Eintritt frei
Im August macht das Café Résistance einen Monat Sommerpause, d.h. es werden keine Cafés stattfinden.
Ab September wieder jeden 1. und 3. Dienstag im Monat ab 19 Uhr im SubstAnZ (Frankenstr. 25a, Osnabrück).
Das nächste Café ist am Dienstag, dem 6. September 2011.
Am Dienstag, dem 19. Juli 2011, findet ab 20:00 Uhr im SubstAnZ (Frankenstr. 25a, Osnabrück) im Café Résistance eine Mobilisierungsveranstaltung statt. Hier wird es Informationen rund um den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf und eventuell die Besprechung einer gemeinsamen Anreise zu den Gegenprotesten geben.
Das Café ist wie immer ab 19:00 Uhr geöffnet.
In diesem Jahr am 6. August wollen wieder hunderte Neonazis aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ihren „Gedenk“-Marsch in Bad Nenndorf abhalten. Ihrer Darstellung nach trauern sie um Menschen, die während ihrer Inhaftierung im Bad Nenndorfer Militärgefängnis „Wincklerbad“ verstorben sind. Das Wincklerbad war nach dem 2. Weltkrieg Verhörlager der britischen Armee, in dem u.a. Oswald Pohl, SS-General und Leiter des SS-Wirtschafts- & Verwaltungshauptamtes und somit zuständig für die Konzentrationslager, inhaftiert war. In Wahrheit geht es ihnen aber nur darum, die Geschichte zu ihren Gunsten umzudeuten. Aus deutschen Tätern sollen Opfer „allierter Gewaltherrschaft“ werden. Die Teilnehmerzahl an diesem Aufmarsch steigt von Jahr zu Jahr. Es ist der größte Aufmarsch Norddeutschlands und der drittgrößte in der BRD.
Seit dem 1. Aufmarsch im Jahr 2006 gab es immer wieder einfallsreiche Aktionen, die den Aufmarsch verzögern und stören konnten. Gänzlich verhindert werden konnte er bisher leider nicht. So auch im vergangenen Jahr, als die Polizei den Aufmarsch von rund 900 Neonazis an einer Betonpyramide mit angeketteten Gegendemonstrant_Innen vor dem Wincklerbad vorbeiführte – und damit auf die Forderungen des Anmelders Marcus Winter einging.
Auch in diesem Jahr werden mehrere hundert Nazis in Bad Nenndorf erwartet.
Dresden und andere Städte haben es gezeigt: Mission possible!
Trotz der politischen Gewolltheit des Aufmarsches und der enormen Polizeipräsenz der letzten Jahre sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!
Offensiv stoppen. Kreativ sabotieren.
Kommt am 6. August nach Bad Nenndorf!
to be continued: badnenndorf.tk
Beim nächsten Café Résistance am Dienstag, dem 7.6., zeigen wir den Film ’69′ zum Konflikt um das Ungdomshuset in Kopenhagen 2006/2007.
Kopenhagen ist eine von vielen europäischen Städten, die mitten im Prozess der Stadtumstrukturierung und Säuberung durch Stadtverwaltungen stecken. Der organisierte Widerstand, der im Zeitraum der Räumung des Jugendhauses stattfand, brachte den Konflikt auf ein neues Level.
‘69′ schildert die letzten 6 Monate in der Geschichte des Jugendhauses, gesehen durch die Augen der Aktivisten. Durch die Zusammenstellung von einzigartigem Filmmaterial von geheimen Meetings, direkten Aktionen, Riots, den Alltag des Jugendhauskollektivs und die Räumung, gefilmt im Haus, portraitiert diese Dokumentation die Spannungen zwischen marginalisiert und radikalisiert werden.
Das Café ist wie immer ab 19 Uhr geöffnet (SubstAnZ, Frankenstr. 25a).
Unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft“ wollen Nazis am 4. Juni 2011 durch die Braunschweiger Innenstadt gegen „Überfremdung“ demonstrieren. Bereits in den vergangenen zwei Jahren fand der „Tag der deutschen Zukunft“ in Norddeutschland satt. In Pinneberg marschierten 200-250 Nazis, in Hildesheim etwa 700-800 Nazis und nun soll Braunschweig die nächste Adresse sein. Der „Tag der deutschen Zukunft“ soll als jährliches Nazi-Eve…nt etabliert werden. Dieses werden wir nicht zulassen!
Ebenfalls am 4.Juni wird im Zentrum der Stadt das von Migrant_innen und Kulturvereinen organisierte Festival „Braunschweig International“ veranstaltet, um interkulturellen Austausch für alle erlebbar zu machen. Zeitgleich gegen „Überfremdung“ zu demonstrieren ist eine besondere Provokation durch die Nazis.
Um die Anreise zu planen, organisiert das „Cafe Resistance – Offener antifaschistischer Treff“ zusammen mit weiteren Organisatoren eine Mobilisierungsveranstaltung in Osnabrück.
Dienstag, 17. Mai 2011 | 19:30 Uhr | SubstAnZ, Frankenstraße 25a, Osnabrück
Das Cafe ist wie immer bereits ab 19 Uhr geöffnet!
„Was von einem Leben bleibt“
Kurzbiographie von Gustav Cord-Landwehr
Gustav Wilhelm Cord-Landwehr wurde am 11.07.1901 geboren. Er arbeitete in Osnabrück bei der G. Kromschröder AG. Nachdem er von zwei Arbeitskollegen denunziert worden war, nahm ihn die Gestapo am 6. Januar 1937 fest. Schon zuvor war er der Gestapo und der NSDAP nach Aussage seiner Ehefrau als Gegner der nationalsozialistischen Weltanschauung bekannt. Er hatte sich einem Korruptionsvergehen maßgebender Parteifunktionäre im Osnabrücker Bezirk kritisch entgegenstellt. An einem der folgenden Tage nach seiner Verhaftung wurde er deshalb im Schnellverfahren zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.
Seiner Frau erzählt er nach seiner Entlassung am 12. März 1937, dass er im Keller des Gerichtsgefängnisses Osnabrück mit 23 Inhaftierten in einer Zelle eingefercht worden war, in der sie aber nur 17 Strohsäcke zum Schlafen vorfanden. Da er sich nicht mit den übrigen Inhaftierten streiten wollte, habe er freiwillig auf dem nackten Boden geschlafen. Die Situation in der kalten Zelle habe ihm physisch und psychisch geschadet.
Nur kurze Zeit nach seiner Inhaftierung musste sich Gustav Cord-Landwehr, der vorher niemals ernstlich krank gewesen war, in ärztliche Behandlung begeben. Mehrere Ärzte diagnostizierten eine Nieren-Tuberkulose, die nur mit einer Operation im Marienhospital Anfang Januar 1938 behandelt werden konnte. Nachfolgend wurde er erneut in der Chirurgischen Abteilung behandelt und im Februar 1939 wieder entlassen. Doch diese unheilbare körperliche Schädigung als Folge der miserablen Bedingungen während der Haft konnte Gustav Cord-Landwehr nicht lange bezwingen. Er starb an ihren Folgen am 12. Mai 1940.
Nach dem Krieg schrieb Dr. Paul Otto, Direktor der Kromschörder AG, in einem Brief vom 22. September 1949 an den Sonderhilfsausschuss für den Stadtkreis Osnabrück: „Ich erkläre an Eides Statt, … Cord-Landwehr vor seiner Haft … sich eines normalen Gesundheitszustandes erfreute. Unmittelbar nach der Haft hat sich Herr Cord-Landwehr bei mir melden lassen, und es war erschütternd, festzustellen, in welchem ungeheuren Ausmaße sich der Gesundheitszustand des Herrn Cord-Landwehr verschlechtert hatte. Cord-Landwehr erweckte unmittelbar nach seiner Haftentlassung den Eindruck, als ob er psychisch und physisch völlig am Ende seiner Kräfte wäre. Er hatte einen Weinkrampf und außerdem war sein Aussehen, soweit ich als Laie es beurteilen kann, derartig besorgniserregend, daß wir ihm anboten, ihm nach Durchführung einer sofortigen gründlichen ärztlichen Untersuchung die Möglichkeit eines längeren Kuraufenthaltes zu geben. 3. Cord-Landwehr in seiner Führung und Haltung in ausgezeichnetem Ruf bei unserer Firma stand. Er bekleidete eine Vertrauensstellung und hat die Auftragung dieses Amtes während der langjährigen Tätigkeit bei der Firma G. Kromschröder AG gerechtfertigt. Ich darf in diesem Zusammenhang noch kurz aus meiner Erinnerung hervorheben, daß der Fall Cord-Landwehr über Gebühr von der Gestapo aufgebauscht wurde. Es ist wahrscheinlich nicht abwegig anzunehmen, dass an dem Fall Cord-Landwehr aus parteipolitischen Gründen innerhalb unseres Werkes ein Exempel statuiert werden sollte. Unterschrift P. Otto“.
Gustav Cord-Landwehr geboren am 11.07.1901 in Osnabrück ermordet am 12.05.1940
Lesung der Kurzbiografie am Dienstag, den 3. Mai um 20 Uhr. Das Cafe hat wie immer ab 19 Uhr geöffnet.

Seit mehr als 100 Jahren ist der 1. Mai der traditionelle Kampftag der Arbeiter_innenbewegung.
Hunderttausende Menschen weltweit gehen auf die Strasse, um ihren Wut über die herrschenden Verhältnisse kundzutun und für eine Überwindung ebendieser einzutreten.
In der BRD etabliert sich jedoch in den letzten Jahren der Trend, dass Nazis versuchen, den 1. Mai für ihre Zwecke zu missbrauchen und ebenfalls Demonstrationen durchzuführen. Auch das hat Tradition: So stammt die Bestimmung des 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag aus dem Jahre 1933, als die Nationalsozialisten ihn zum „Tag der nationalen Arbeit“ erklärten.
Daran wollen die Faschist_innen auch 2011 wieder anknüpfen und nutzen ihre Aufmärsche dann, um verkürzte Kapitalismuskritik, Rassismus und Antisemitismus zu verbreiten.
Es finden dieses Jahr Naziaufmärsche in Bremen, Heilbronn, Halle und Greifswald statt.
In Bremen hat die neu zusammengewürfelte „NPD – Die Volksunion“ einen Kongress und eine Demonstration angemeldet, um für die anstehenden Bremer Bürgerschaftswahlen zu punkten.
Diese braune Suppe wollen wir ihnen mal wieder kräftig versalzen, deshalb fahren auch wir nach Bremen!
Keinen Meter! Gegen soziale Ausgrenzung und Rassismus!
Infos unter: keinen-meter.org
Kommt zur Mobilisierungs- und Informationsveranstaltung gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Bremen:
Dienstag, 19.04.2011 – 19:00 Uhr – SubstAnZ (Frankenstr. 25a, Osnabrück)