Archiv der Kategorie 'Vorträge'

Vortrag: Mein rechter rechter Platz ist frei

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kritischen Erstiwochen 2018.

Auf den ersten Blick ist es um die extrem rechte Szene in Osnabrück ziemlich ruhig geworden. Der letzte Naziaufmarsch liegt einige Jahre zurück und auch sonst treten Nazis meist eher zurückhaltend in Erscheinung. Der Vortrag soll einen zweiten Blick ermöglichen, einen Einblick in rechte Aktivitäten bieten und rechte Akteur*innen vorstellen.
Gibt es freie Kameradschaften oder andere lose Gruppierungen, was machen Reichsbürger in Osnabrück, was treiben studentische Verbindungen, welche Parteien spielen eigentlich eine Rolle und gibt es rechte Szenetreffpunkte in Osnabrück? Auf all diese und Eure Fragen sollen Antworten gefunden und gegeben werden.

Infoveranstaltung: Großdemo gegen das Polizeigesetz in Hannover

Auch in Niedersachsen soll ein neues Polizeigesetz nach bayrischem Vorbild kommen (Informationen zum Gesetz weiter unten). Doch auch in Niedersachsen regt sich Widerstand gegen das neue Gesetz. In Osnabrück waren wir mit 1100 Menschen auf der Straße.
In Hannover soll am 08.09.18 die zentrale, landesweite Großdemonstration gegen das Gesetz stattfinden. Großdemo: Nein zum Niedersächsischen Polizeigesetz #noNPOG
Auf der Infoveranstaltung sollen die zentralen Einschränkungen und Gefahren des Gesetzes vorgestellt werden. Außerdem wird es dort Informationen zur gemeinsamen Anreise aus Osnabrück (Treffpunkt 11:00 Uhr Haupteingang Hauptbahnhof) und Tipps zum Verhalten auf Demonstrationen geben. Und natürlich eine verschriftlichte Einordnung und Kritik an dem Gesetz und seiner Grundlage.

Eine Veranstaltung der Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS} im Rahmen des Café Résistance im SubstAnZ. In Kooperation mit dem NoNPOG_OS-Bündnis und der Hochschulinitiative Antifaschismus. (mehr…)

Vortrag „Die 24 Stunden Polin“ Zur Situation Migrantischer Care-Arbeiter*innen in der BRD

Im Rahmen des nächsten Café Résistance am 17.06 wird es einen Vortrag zur Situation Migrantischer Carearbeiter*innen in Deutschland geben. Der Vortrag ist Teil der feministischen Veranstaltungsreihe „Gegen Spühlbecken und Lohnarbeit“ von den Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}. Weitere Informationen und die restlichen Termine der Veranstaltungsreihe findet ihr hier.
Beginn: 19:00 Uhr

Ankündigungstext:
Die 24-Stunden-Polin – Migrantische Carearbeiter*innen in Deutschland

Der demografische Wandel und unzureichende staatliche Leistungen sind Hauptursachen des so genannten „Pflegenotstands“. Dies resultiert in steigender Nachfrage an Arbeitskräften im Care-Bereich. Die „Unattraktivität“ der Fürsorgearbeit liegt einerseits an der unangemessenem Entlohnung, andererseits an dem niedrigen Status der Pflegeberufe (oder der Reproduktionsarbeit im allgemeinen), die meistens als „Frauendomäne“ angesehen werden, was zu ihrer mangelnden gesellschaftlichen Anerkennung beiträgt. Im Endeffekt wird Carearbeit oft an Migrant*innen delegiert. Schätzungsweise gibt es 150.000 bis 500.000 „Care-Migrantinnen“, die in Deutschland „3C-Jobs“ ausüben („cleaning, cooking, caring“). Dabei sind die meistens aus Osteuropa stammenden Frauen in Haushalten in Deutschland oft irregulär beschäftigt, um vor allem ältere pflegebedürftige Menschen zu betreuen. Sie wohnen meistens in den Haushalten mit den Klient*innen, als 24 Stunden- „Live-in“-Arbeitskraft. (mehr…)

Vortrag: Neonazis und Faschisten im deutschen Fußballkontext

Beim Café Résistane am 03.04.18 wird es einen Vortrag zum Thema „Neonazis und Faschisten im deutschen Fußballkontext“ mit Sören Kohlhuber geben
Beginn: 19:30 Uhr

Rechte Hooligans sind ein einfach zu beschreibendes Phänomen. In der öffentlichen Meinung werden ihnen als Counterparts die Ultrabewegung vorgesetzt, doch auch hier gibt es offen neonazistische bis rechtsoffene Strukturen.
Jenseits der Fankurven endet allerdings nicht das rechte Engagement im Kontext Fußball. Vereine werden unterwandert, Kameradschaften bilden eigene Vereine oder treten als Sponsor von kleinen Dorfvereinen auf, um Akzeptanz in der Bevölkerung zu erzielen. Dahinter steckt natürlich auch die Strategie sich vom negativen Image zu reinigen – und das mit Erfolg.
Sören Kohlhuber beobachtet seit einigen Jahren die rechte Szene im Fußball. Sein Fokus liegt dabei auf Ostdeutschland. Im Vortrag werden Beispiele für die verschiedenen Teilbereiche vorgestellt, in denen Neonazis und Rechte aktiv am Fußballgeschehen teilnehmen. Daneben gibt es einen Exkurs in türkische Rechte (Graue Wölfe) im deutschen Fußball. Diese treten offener auf und können so innerhalb der migrantischen Community Einfluss geltend machen. Dabei werden sie von deutschen Fußballverbänden ebenso unterstützt, wie von der türkisch-faschistischen MHP.

Der Vortrag dient als Einführung in die Thematik. Anschließend ist Raum für Fragen und Diskussion.

1917 – Anfang und Ende des Kommunismus? feat. Daniel Kulla

100 Jahre Oktoberrevolution! Im kommenden Café Résistance am 05.12 um 19:00 Uhr findet der Vortrag „1917 – Anfang und Ende des Kommunismus?“ mit Daniel Kulla statt. Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Zurück in die Zukunft. Zur Geschichte der radikalen Linken“ von den Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}.

Kommunismus als Schlagwort der allgemeinen Emanzipation – durch Überwindung der Klassengesellschaft und die Herstellung eines gleichen Zugangs zum gesellschaftlichen Reichtum – datiert schon zurück ins 19. Jahrhundert. Die Kommunistischen Parteien hingegen formierten sich unter diesem Namen erst nach dem revolutionären Geschehen in Rußland im Jahr 1917 – und zwar als Vertreter einer ganz bestimmten Interpretation und ganz bestimmter Konsequenzen aus den Ereignissen dieses Jahres. Der Vergleich der verschiedenen Geschichtsschreibungen hilft zu entscheiden, inwieweit sich das Projekt der Überwindung von Kapitalismus und Herrschaft heute auf historische Positionierungen, äußere Erscheinung und konkrete Politikformen der Kommunistischen Parteien beziehen läßt. Ist die Distanzierung von der Vergangenheit bequem oder konsequent? Gibt es eine Entscheidung zwischen Kommunismus als Ziel und kommunistischer Bewegung?
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Infoveranstaltung zu den Protesten gegen den AfD Bundesparteitag

Am Montag den 27.11.17 um 19:00 Uhr wird es im SubstAnZ eine Infoveranstaltung zu den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Hannover am 02.12 geben.

Die Proteste gegen den Bundesparteitag der AfD starten am 01.12. mit einer Vorabenddemo und werden am 02.12. frühmorgens fortgeführt.
Wir möchten euch einen Überblick über die Beteiligungsmöglichkeiten (auch speziell aus Osnabrück) geben, gefolgt von einem allgemeinen Demo-Einmaleins, damit ihr auf alles möglichst gut vorbereitet seid. Außerdem wird es Infos zur gemeinsamen Anreise geben.
Anschließend gibt es genug Raum für Fragen, Austausch und Vernetzung. Diese Veranstaltung richtet also auch explizit an Menschen mit wenig Demoerfahrung! (mehr…)

Kritik an der Kritik Kultureller Aneignung – ein Vortrag mit Marco Ebert

Café Résistance am 21.11 um 19:00 Uhr. Dieses mal mit einem Vortrag zur „Kritik an der Kritik Kultureller Aneignung“

Kulturelle Aneignung – der (nicht mehr ganz so neue) Schrei der queer theory und Praxis. Und Schrei ist an dieser Stelle ganz wörtlich zu nehmen, denn Kritik an Kultureller Aneignung bedeutet vor allen Dingen eins: viel lautstarke Empörung und wenig Gesellschaftskritik. Dennoch meinen die Anhänger_innen genau diese zu betreiben. Ethnische Segregation und der Respekt vor religiösen Gesetzen und patriarchalen Traditionen sollen als emanzipatorisches und antirassistisches Gegenmittel zu der angeblich aller Orten von Weißen betriebenen Kulturellen Aneignung, verkauft werden. Dreadlocks auf weißen Köpfen und curry von weißen Händen zubereitet und als exotische Speise vertrieben, gelten hingegen als Ausdruck und Erscheinung des Rassismus. An der Debatte um Kulturelle Aneignung lässt sich musterhaft nachvollziehen, wie eine Kritik, die antrat unsere strukturell rassistische Gesellschaft zu kritisieren und zu verändern, in ihr genaues Gegenteil, die Affirmation rassistischer Denkgebäude, umschlägt. An die Stelle von Empathie und Solidarität tritt die Forderung nach vollständiger Identifikation und Unterwerfung. (mehr…)

Die Qual der Wahl. Veranstaltungsreihe zur Bundestagswahl 2017

Veranstaltungsreihe zur Bundestagswahl 2017 vom Café Résistance und den Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}

3 Monate fürs Schubsen von Cops?! Infoveranstaltung
15.08 – 19:00 Uhr – SubstAnZ

Am 29.05.2017 wurde das Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuchs – Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften verkündet. Es beinhaltet neben einer drastischen Verschärfung der Paragraphen 113 und 125a StGB eine Neufassung des Paragraphen 114 StGB.
Paragraph 113 bezieht sich dabei auf ‚Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte‘. Wer in Zukunft gegen einen Amtsträger der Polizei bzw. einen Soldaten der Bundeswehr bei Räumungen, Festnahmen etc. Widerstand leistet, muss mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren rechnen. Die Neufassung des Paragraphen 114 bezieht sich auf sogenannte ‚tätliche Angriffe‘ gegen Amtsträger. Ausreichend für einen solchen ‚tätlichen Angriff‘ ist dabei bereits das Schubsen eines Polizeibeamten etwa bei Demonstrationen oder anderen Situationen, in denen Körperkontakt mit Amtsträgern Gang und Gebe ist. Verstöße gegen Paragraph 114 werden künftig ebenfalls mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren sanktioniert. In Paragraph 125a wurde schließlich eine Verschärfung erwirkt, die sich auf ‚Landfriedensbruch‘ bezieht. Dieses Vergehen ist bei Aktionen, die aus Gruppen heraus passieren der übliche Anhang in der Strafverfolgung und landet nicht selten in Anklageschriften, welche aus Beteiligung an Demonstrationen resultieren.
Neben weiteren Gesetzesverschärfungen gibt es auch sehr relevante Veränderungen im Strafverfahrensrecht (beispielsweise Erscheinenspflicht für Zeugen bei der Polizei, der Einsatz von Staatstrojanern der Polizei u.a.).
Am Dienstag, den 15. August 2017 wird ab 19:00 Uhr Rechtsanwalt Thilo Schäck (Fachanwalt für Strafrecht) im Rahmen des Café Résistance zu den Änderungen referieren und einige Verhaltensempfehlungen aussprechen. Hierzu laden wir euch herzlich ein.

Wählen ist verkehrt! – mit Freerk Huisken
18.08 – 19:00 Uhr – SubstAnZ
„Auch im Superwahljahr 2017 gilt: Wählen ist verkehrt!
Gemeinhin steht das höchste demokratische Recht beim Volkssouverän nicht im allerbesten Ruf. Es ist sehr die Frage, ob die Bürger die Wahl überhaupt vermissen würden, wenn sie für den September nicht angesetzt worden wäre. Weisheiten der Art, dass das Wählen ja eh nichts ändert und dass ‚die da oben sowieso machen, was sie wollen‘, sind Gemeingut weit über kritische Zirkel hinaus.
Je näher der Wahltermin rückt, desto leiser werden freilich bei vielen diese abschätzigen Stellungnahmen. Desto mehr setzt sich der Standpunkt durch, dass man auf den – wenn auch sehr kleinen – Einfluss, den man mit einer Wahlstimme auf die Staatsmacht ausübt, nicht verzichten darf.
Der knappe Ausgang des Brexit-Referendums und der Wahl von Donald Trump sowie der im europäischen Superwahljahr drohende Aufstieg von nationalistischen, EU-feindlichen Parteien in allen Mitgliedsländern sollen dafür so etwas wie ein überzeugendes Argument liefern: Hätten mehr junge Briten, die eher pro-Europa sind, und mehr linke Amerikaner von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, wäre nicht Trump heute US-Präsident, sondern Hillary Clinton, und der Brexit stände heute nicht auf der Tagesordnung der EU. So wird da gedacht. Wie im Rest der EU sehen es auch viele Deutsche in der Septemberwahl als ihr Interesse und ihre Aufgabe an, den Rechtspopulisten und Nationalisten, den Ausländer- und EU-Feinden besonders von der AfD den Weg zur Macht zu versperren.
Mag es Zweifel geben, ob eine Wahlbeteiligung positiv eine Änderung der Politik im Sinn des Wählers bewirkt, negativ als Instrument zur Verhinderung der Machtergreifung der Falschen, soll sie schon ertwas taugen.
Allerdings stellt sich die Frage, wofür so ein Wähler eigentlich Partei ergreift, wenn er mit der Absicht, die AfD zu stoppen, sein Wahlkreuz setzt. Wie taucht das eigene Wahlmotiv im Wahlakt, im Wahlresultat und später in der Politik der gewählten Partei auf? Verhält es sich nicht so, dass man sich auf diese Weise, also per Beteiligung an der demokratischen Wahl gar nicht anders vor der Herrschaft der rechten Nationalisten schützen kann, als dass man der Machtergreifung einer anderen, zum „kleineren Übel“ erklärten Partei und deren politischer Herrschaft über sich zustimmt?“

Wie wähle ich als Linke*r? Diskussionsveranstaltung
05.09 – 19:00 Uhr – SubstAnZ

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Innerhalb der Linken gibt es immer wieder kontroverse Diskussionen und Zerwürfnisse zu dem Thema „Wähle ich als Linke*r“? und falls ja, wie und natürlich wen? Gibt man damit sein grundsätzliches Einverständnis mit diesen Verhältnissen zu Protokoll oder kann dadurch die Gesellschaft verändert werden?
Wir wollen dieses Thema einmal im Rahmen einer Diskussionsrunde behandeln. Es wird einen kurzen Input geben um sich anschließend mit den Thema auseinanderzusetzen. Vorwissen ist nicht nötig.
Die Organisator*innen sind von den Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}.


Die neue Rechte und die AfD

19.09 – 19:00 Uhr – SubstAnZ

Ankündigungstext folgt

In und/oder gegen den Staat? – Materialistische Staatskritik
21.09 – 19:00 Uhr – SubstAnZ

Innerhalb der (außerparlamentarischen) Linken ist der Staat (besser: die Staaten) einer der beliebtesten Zankäpfel. Die einen erkennen Staatlichkeit als bloße Form kapitalistischer Verhältnisse, die deren Insassen als Ordnungmacht zum Fetisch wird, die anderen betrachten staatliche Institutionen als ein Spielfeld gesellschaftlicher Konflikte, das nicht vernachlässigt werden dürfe. Beide Ansätze, die gemeinhin als Gegensatz von (Staats-)Formkritik und Hegemonietheorie bezeichnet werden, sind Theorien der Praxis. Empfehlen Formkritiker*innen für gewöhnlich, sich aus der Politik im Staat des Kapitals herauszuhalten, weil z.B. Wahlen nichts verändern, so räumen Hegemonietheoretiker*innen zwar ein, dass Emanzipation kein Staatsakt ist, aber Nichtwählen eben auch nichts verändert.
In Vortrag und Diskussion sollen beide Perspektiven erkenntnisfördernd aufeinander prallen, Einsteiger*innen snd willkommen.
Dr. Alexander Neupert-Doppler studierte Politik, Geschichte und Philosophie in Osnabrück, wo er 2013 mit seinem Buch „Staatsfetischismus“ promoviert wurde, 2015 erschien der Nachfolgeband „Utopie“. 2017 erscheint die Übersetzung einer Vorlesungsreihe von Herbert Marcuse („Kapitalismus und Opposition“), 2018 der Sammelband „Konkrete Utopien 2018″. Neupert-Doppler arbeitet seit 2016 als Bildungsreferent und Geschäftsführer für die Sozialistische Jugend Hannover (Die Falken).

G20 – Last Call.

Am Dienstag den 04. Juli ist wieder Café Résistance. Dieses mal gibt es eine letzte Info- und Mobilisierungsveranstaltung zu den Protesten gegen den G20-Gipfel, welcher am 07/08 Juli in Hamburg stattfindet.

Vortrag: Meinungsfreiheit

Am 06.06 ist wieder Café Résistance. Dieses mal wird es einen Vortrag und eine kritische Auseinandersetzung geben zum Themenkomplex Meinungsfreiheit geben. Organisiert von den Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}

Meinungsfreiheit genießt in dieser Gesellschaft einen ungemein guten Ruf. Ohne sie wäre einiges im Argen, Angst und Gewalt würden jede Diskussion bestimmen, es würde Diktatur herrschen. Auch ansonsten gesellschaftskritische Menschen halten meist sehr viel von der Meinungsfreiheit und finden, es bräuchte nur noch viel mehr davon, echte Meinungsfreiheit also. Eine Kritik, die interessanterweise auch rechte Kritiker dieser Gesellschaft sehr ähnlich äußern. Bereits hier könnte man stutzig werden: Wieso soll die gleiche Sache für zwei komplett unterschiedliche politische Zwecke nützlich sein? Aber schon davor könnte man zumindest mal hinterfragen, wieso es explizit eine staatliche Erlaubnis zu so etwas banalem wie dem Denken und Äußern braucht. Was wird da eigentlich wie geschützt, wenn jede Äußerung als „meine Meinung“ vorkommen darf?

Die ist am Ende ja, so kennt man es vom Elterntisch und der Schule, dann oft „nur deine Meinung“ und die Diskussion damit ganz undemokratisch beendet. Wer sich darüber hinwegsetzt und auf den Inhalt seiner Meinung besteht, bekommt dann schnell das Label „Extremist“ oder ähnliches übergestülpt und damit gesagt, das man eigentlich ein Fall für das Strafrecht ist. Auch komisch, wenn die Meinungsfreiheit doch gerade einen vernünftigen und gewaltfreien Austausch mittels Argumenten ermöglichen soll? Wo wird denn dann überhaupt von wem entschieden was gesellschaftlich gilt, wenn alles „nur Meinung“ ist?

So eine Selbstverständlichkeit scheint das mit der Meinungsfreiheit jedenfalls nicht zu sein. Deswegen soll in diesem Workshop mal genauer diskutiert werden, was mit dem Recht auf Meinungsfreiheit überhaupt von staatlicher Seite durchgesetzt wird und welche Art des Diskutierens damit gesellschaftlich etabliert wird.

Referent*in: Gruppen gegen Kapital und Nation

Eine Veranstaltung der Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS} im Rahmen des Café Résistance.
In Kooperation mit der Hochschulinitiative Café Mano Negra.

Veranstaltungsort:
SubstAnz Osnabrück
Frankenstr. 25a
49082 Osnabrück
Der Veranstaltungsort hat einen barrierearmen Zugang, sowie eine barrierearme Toilette. Der Raum ist rauchfrei